Mehr Features für roundcube webmail

Mein Webmail Client Roundcube lässt sich mit verschiedenen Plugins einfach erweitern. Ein paar nützliche habe ich nun installiert um aus dem einfachen Webmail-Client eine mächtige Webmail-Anwendung zu machen. Leider gibt es (noch) kein Repository für Roundcube-Plugins, eine nützliche Liste findet sich hier.

  1. carddav-Plugin

    Das Plugin gibt es hier, installiert ist es einfach und schnell. Damit lässt sich dann zum Beispiel das Adressbuch aus owncloud per carddav in roundcube einbinden, genauso man es auch mit dem „richtigen“ Mail-Client auf dem Rechner machen kann. Damit sind Kontakte immer und überall verfügbar.

  2. managesieve-Plugin

    Sieve ist ein Filter um Mails in verschiedene Ordner einzusortieren und läuft sowieso auf meinem Server. Mit dem managesieve-Plugin lassen sich die Filterregeln einfach und komfortabel konfigurieren.
    Dazu muss in der /etc/dovecot/dovecot.conf das Protokoll managesieve aktiviert werden. Folgende Zeilen sind dazu wichtig:

    protocols = imap imaps managesieve
     
    protocol managesieve {
      listen = *:2000
      login_executable = /usr/lib/dovecot/managesieve-login
      mail_executable = /usr/lib/dovecot/managesieve
      managesieve_logout_format = bytes( in=%i : out=%o)
      managesieve_implementation_string = dovecot
    }
     
    plugin {
       sieve_dir=/var/vmail/cbjck.de/%n/sieve
       sieve=/var/vmail/cbjck.de/%n/dovecot.sieve
       sieve_global_path = /var/vmail/sieve/globalsieverc
    }

    Theoretisch sollte im Abschnitt „plugin“ anstelle von cbjck.de auch %d funktionieren (als Platzhalter für die Domain). Sieve erkannte im Ttest daraus den Pfad /var/vmail/domain/user/sieve, das managesieve-Plugin leider /var/vmail/user/sieve, speicherte die Regeln also am falschen Ort. Damit die in roundcube angelegten Regeln auch wirken hier der dreckige Workaround mit der hardcodierten Domain in der Config.

    Das Plugin managesieve ist bereits vorinstalliert und muss nur noch in der Roundcube-Konfiguration aktiviert werden.

  3. Spamassassin-Plugin

    Diese Plugin ermöglicht es Benutzern einfach, ihre Einstellungen für den spamassassin anzupassen. So lassen sich aus roundcube heraus white- blacklists pflegen.

    Damit das funktionieren kann, muss spamassassin jedoch Benutzereinstellungen in eine Datenbank speichern anstatt in Dateien im Benutzer-Home-Verzeichnis. Das lässt sich jedoch leichter einstellen, als man denken würde:

    Zunächst legt man eine Datenbank – etwa spamassassin – und einen entsprechenden Benutzer an. In dieser Datenbank erzeugt man wie folgt eine Tabelle userpref:

    CREATE TABLE userpref (
      username varchar(100) NOT NULL default '',
      preference varchar(30) NOT NULL default '',
      value varchar(100) NOT NULL default '',
      prefid int(11) NOT NULL auto_increment,
      PRIMARY KEY  (prefid),
      KEY username (username)
    ) TYPE=MyISAM;

    In der /etc/mail/spamassassin/local.cf fügt man die Zugangsdaten hinzu:

    user_scores_dsn                 DBI:mysql:spamassassin:localhost
    user_scores_sql_username        dbuser
    user_scores_sql_password        dbpassword

    Damit spamassassin tatsächlich die Datenbank verwendet fügt man in der /etc/defaults/spamassassin zu den OPTIONS noch „-Q“ hinzu und startet den Dienst – in meinem Fall amavis – neu.

    Das Plugin von hier in das Plugin-Verzeichnis kopieren, in der Config ativieren und in der Config des Plugin den Datenbank-Zugang einstellen. Fertig.

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