Installation von IPfire auf einem Alix APU1c

Für mein wachsendes Netzwerk brauchte ich einen besseren Router als die von meinem Netzbetreiber gelieferte Fritz!Box 7390. Ich habe mich entschlossen selbst einen Router zu bauen, der folgendes leisten sollte:

  • separate Netzwerke für private Rechner, Server mit öffentlich verfügbaren Diensten und WLAN
  • eine vernünftige VPN-Implementation
  • eine vernünftige, konfigurierbare Firewall
  • regelmäßige Updates
  • eine geringe Leistungsaufnahme

Aus vielen Alternativen fiel meine Wahl auf die relativ populäre Firewall-Distribution IPfire auf einem Alix APU1c. Die Verbindung zum Internet wird ein Draytek Vigor 130 (V)DSL Modem übernehmen.
IPfire ist eine recht moderne Firewall-Distribution mit einem modularen Konzept. Es gibt Module für fast jeden erdenklichen usecase. Man kann damit nicht nur Router bauen, sondern auch Accesspoints, Print-, Mail-, oder Daten-Server. Die Distribution verwendet aktuelle Kernel und unterstützt gebräcuhliche Hardware.
Das Alix APU1c ist kleines leistungsstarkes embedded Board von PCEngines. Es bietet:

  • CPU: AMD G series T40e (1Ghz dual Bobcat Core, 64bit)
  • RAM: 1GB DDR3-1066
  • Netzwerk: 3 (!) Gigabit NICs (Realtek RTL8111E)
  • Schnittstellen: mSata, SDCard, 2xUSB external, 1xUSB internal, DB9 Serial-Port, 2xminiPCI express

Vor allem die miniPCIe-Schnittstelle ist toll um beispielsweise eine WLAN-Karte zu verwenden.

Vorbereitungen

Neben dem Alix APU1c board im passenden Gehäuse habe ich folgendes verwendet:

  • eine mSATA SSD mit 16GB
  • einen mSATA auf USB Adapter
  • eine miniPCIe WLAN-Karte (Compex WLE200NX IEEE 802.11a/b/g/n)
  • zwei WLAN-Antennen
  • ein Nullmodemkabel mit R232-USB-Adapter. Das Alix APU1c hate keine Grafikschnittstelle, sodass wir für installation und Konfiguration die serielle Schnittstelle verwenden müssen.

Verbinde das Alix APU1c-Board über das Nullmodemkabel und dem R232-Usb-Adapter mit deinem PC. Stelle unbedingt sicher, dass der Adapter auch tatsächlich als serielle Schnittstelle (bei mir unter Linux /dev/ttyUSB1) erkannt wird. Bei Problemen hilft dieser Post weiter: http://blog.mypapit.net/2008/05/how-to-use-usb-serial-port-converter-in-ubuntu.html

Installation von IPfire

Die eigentliche Installation war dann einfach:

  1. Lade das aktuelle Flash-Image von http://downloads.ipfire.org/latest herunter. Achte darauf, das Image mit aktivierer serieller Konsole zu erwischen: ipfire-v.vv.1gb-ext4-scon.i586-full-corexx.img.gz
  2. Verbinde die SSD mit deinem PC und finde den Gerätenamen heraus, z.B. mit df oder lsblk. Kopiere dann das Image auf die SSD:
    sudo dd if=ipfire-v.vv.1gb-ext4-scon.i586-full-corexx.img of=/dev/sdx

    Verwende deinen Gerätenamen anstelle von sdx OHNE Partitionsnummer.

  3. Baue SSD und ggf. WLAN-Karte in das ALIX APU1c ein.
  4. Öffne eine serielle Verbindung zum Alix-Board. Achte dabei auf die korrekte Baudrate von 115200 8N1. Ich habe dazu putty verwendet. Schalte nun das Alix-Board ein und beobachte wie es bootet.

Die Installation ist damit bereits abgeschlossen. Beim ersten Bootvorgang vergrößert das System die Partitionen entsprechend der Festplattengröße und startet den Setup-Assistenten.

One thought on “Installation von IPfire auf einem Alix APU1c

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