Samstagsrezept – Classic fish & chips

Fish & chips ist demnächst wahrscheinlich wieder in der Kategorie „Exotisches aus dem Ausland“ einzusortieren. Und natürlich ist es nicht gerade leichte Kost, kommt doch der Großteil direkt aus der Friteuse – oder wie bei uns aus einem Kochtopf mit einem guten Liter Öl. Trotz allem ist es für mich immer wieder ein Hochgenuss frischen saftigen Fisch in einer knusprigen Hülle aus Bierteig mit frischen knusprigen Pommes und einem klassischen sommerlichen Erbsen-Minz-Püree zu essen. Genaue Rezepte gibt es diemal leider nicht, aber was ich wie gemacht habe schreibe ich natürlich trotzdem auf.

classic fish & chips

Chips

Zum ersten Mal überhaupt habe ich dabei die chips auch selbst aus rohen mehlig kochenden Kartoffeln geschnitten. Dann 8 Minuten im 120°C heißen Öl vorfrittiert, abtropfen und abkühlen lassen. Am Ende noch mal 4 Minuten bei 175°C knusprig gebacken. Heißer als 180°C sollte das Öl ohnehin nicht werden. Dabei könnte zu viel Acrylamid und andere eher unerwünschte Stiffe entstehen. Ein Küchenthermometer  ist da echt Gold wert. Nach diesem Samtag werde ich nie wieder Tiefkühlpommes essen können!

Fish

Der Fisch von fish & chips war einerseits ein Stück Kabeljaurücken. Diesen habe ich mit Salz und Pfeffer gewürzt, in Bierteig eingehüllt und dann 4 Minuten frittiert. Man sollte unbedingt darauf achten, dass die Friteuse genügend Öl enthält. Sonst backt der Teig am Boden an, reißt auf und der Fisch bekommt direkten Kontakt zum Öl. Das überlebt er zwar ganz gut, aber der Teig saugt sich dann richtig voll Öl. Das will ja nun wirklich keiner. Auch wenn Fett Geschmacksträger ist.

Dazu gab es auch noch einige Sardellen, frisch gekauft, ausgenommen und Kiemen entfernt  (sonst schmecken sie bitter) in den Bierteig gehüllt und dann genau so lange frittiert, bis der Teig knusprig ist.

Peas

Für das Erbsenpüre habe ich einfach Zwiebeln angeschwitzt, die (tiefgekühlten) Erbsen dazugegeben, si gerade warm werden lassen und dann mit Salz, Cayennepfeffer, Minze und etwas Sahne püriert. Fertig.

Klassischerweise gehört zu den fish & chips natürlich ein Malzessig (kein Ketchup!). Leider habe ich nur einen dunklen Sherryessig bekommen, der passte aber auch recht gut.

Wein

Einen begleitenden Wein kann man zu diesem recht simplen Essen kaum empfehlen, obwohl ich mir sicher bin, dass sich da etwas passendes finden ließe. Bei uns gab es ein Bier, genauer eine Badisch Gose von Welde aus Cornelias alter Heimat Schwetzingen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.